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Themenbereich: Grundfragen des Lebens

Thema: gut und böse (Bodo Fiebig 2017- )

Gut oder böse? Wer will sich das Recht herausnehmen, das zu entscheiden? Liegen solchen Urteilen nicht immer sehr subjektive Einstellungen und Maßstäbe zu Grunde, die niemand einem anderen aufzwingen darf? Wer wollte sich da die Rolle des Richters anmaßen und den Einen „gut“ und den Andern „böse“ nennen?

Zunächst muss eines ganz klar sein: Die Begriffe „gut“ und „böse“ dürfen niemals Personen zugeschrieben werden. Es gibt keine Menschen, auch keine Gruppen oder Völker, die ganz und unabänderlich gut oder böse sind. Es ist aber unbedingt notwendig, dass man solche Wertungen auf Verhaltensweisen, auf Handlungen, Einstellungen und Absichten anwendet, denn die können sehr wohl gut oder böse sein und die kann es bei allen Menschen, Gruppen und Völkern geben.

Wehe einer Gemeinschaft (von der einzelnen Familie über verschiedene Gruppierungen bis zu ganzen Völkern), in der man mit Fingern auf Menschen zeigt und sagt: „Du bist böse“ (wie z. B. im Nationalsozialismus in Deutschland: „Die Juden sind unser Unglück“). Wehe aber auch einer Gemeinschaft, in der man nicht mehr auf bestimmte Verhaltensweisen, Handlungen und Einstellungen hinweist und sagt: „Das ist böse“. Beides wäre das Ende dieser Gemeinschaft als Lebensraum für ein menschenwürdiges und lebenswertes Miteinander. Man muss dann allerdings wissen, was jeweils mit den Begriffen „gut“ und „böse“ gemeint sein soll.

Mit „böse” bezeichne ich hier jede Einstellung, jedes Vorhaben und jede Tat, die bewusst, absichtlich und aus vorwiegend eigensüchtigen Motiven anderen Menschen Schaden und Leid zufügen wollen.

Mit „gut” bezeichne ich hier jede Einstellung, jedes Vorhaben und jede Tat, die bewusst, absichtlich und aus vorwiegend uneigennützigen Motiven anderen Menschen wohltun oder helfen, sie schützen oder fördern wollen.

Wer wollte leugnen, dass es das so bezeichnete „Böse” gibt und dass es ungeheure Auswirkungen hat im Miteinander von Menschen, vom Zusammenleben einer Familie bis zum Zusammenleben von Völkern, dass es Ursache ist von Hass und Gewalt, Streit und Krieg, von millionenfachem Hunger, Leid und Not? Und wer, außer einem böswilligen Zyniker, wollte leugnen, dass es auch das im oben genannten Sinn gemeinte „Gute” gibt und dass ohne dieses ein friedliches Zusammenleben von Menschen gar nicht möglich wäre? Ohne Unterscheidung von gut und böse im Bezug auf menschliches Verhalten, auf Worte und Taten ebenso, wie auf Absichten und Einstellungen, ist eine lebenswerte Gemeinschaft unter Menschen nicht möglich.

Freilich gibt es zwischen den hier als „gut” oder „böse” bezeichneten Haltungen und Handlungen eine breite Palette "neutraler" Verhaltensweisen, die ohne jede gute oder böse Absicht geschehen, oder die aus Zufall oder Unwissenheit, aus Fehlinformation oder Fehleinschätzung, aus Angst oder Übermut etwas bewirken, was sie eigentlich gar nicht wollten, und die man vielleicht als ungeschickt oder fahrlässig, aber gewiss nicht als „gut“ oder „böse“ bezeichnen kann. Solche neutralen Verhaltensweisen sind hier aber nicht gemeint. Es geht um gut und böse als bewusste Verhaltensweise und um die Folgen, die beides für das Leben und das Zusammenleben von Menschen hat.

Das Thema gut und böse enthält zur Zeit die folgenden Beiträge:

1 Die Realität

2 Essen vom Baum der Erkenntnis

3 Der dunkle Schatten

4 Die Erneuerung des Menschseins

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Bodo Fiebig gut und böseVersion 2017-11

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