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Bereich: Gemeinschaft biblischen Glaubens

Thema: Juden und Christen

Beitrag 5: Einheit des Gottesvolkes Alten und Neuen Testaments (Bodo Fiebig, Version 2017-7)

Und der Herr sprach zu Abram: geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden (1.Mose 12,1-3). Von Anfang an hatte Gott mit seinem Handeln an Israel die ganze Menschheit im Auge. Seine erste Verheißung an Abraham enthüllte gleich seinen ganzen Plan:

  • Ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen
  • und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.

Diese beiden Verheißungen beschreiben auch das Verhältnis von Judentum (als Stammvolk des Gottesreiches) und Christenheit (als Gemeinschaft der „Herausgerufenen“ aus den Völkern der Welt):

  • Israel ist Gottes ersterwähltes und gesegnetes Volk.
  • Die Völker der Welt können nur durch Israel den Segen Gottes empfangen.

Im Christentum (jedenfalls dort, wo es dem Wort und Willen Gottes folgte) hat dieser Segen seine weitreichendste Auswirkung bekommen. Die christliche Kirche wurde (trotz aller zwischenzeitlichen Fehlentwicklungen) zum Werkzeug Gottes, durch das sein Reich den entferntesten Völkern der Erde verkündigt wurde. 

So eng hat Gott die Beziehung zwischen Israel und den Völkern gewollt: Die Existenz des Volkes Israel hat ihren von Gott gewollten Sinn erst durch den Auftrag für die ganze Welt. Und die ganze Welt konnte und kann Erfüllung ihrer Hoffnungen nur durch Israel empfangen. Wie konnte es aber dann zu diesem tiefen Riss zwischen dem alttestamentlichen und neutestamentlichen Gottesvolk, zwischen den ersterwählten und den später hinzugerufenen Bürgern seines Reiches kommen? Schuld ist wohl vor allem eine folgenschwere Fehlinterpretation des Handelns Gottes durch die Christenheit (siehe die Beiträge „Die Geschichte einer Trennung“ und „Feindschaft im Hause Gottes“). Dem soll das Zeugnis von der Einheit des Gottesvolkes Alten und Neuen Testamentes gegenübergestellt werden:

  • Einheit durch die gemeinsame Heilsgeschichte,

  • Einheit durch die gemeinsame Messiaserwartung,

  • Einheit besonders auch durch den Juden Jesus (Jeschuah) aus Nazareth, den Messias Israels und Christus der Völker

  • Einheit durch den gemeinsamen Auftrag.

 

1 Einheit des Gottesvolkes durch die gemeinsame Heilsgeschichte

(durch den gemeinsamen Weg)

Es schien und scheint noch heute vielen Christen so, als habe sich beim Übergang vom Alten zum Neuen Testament nichts wesentlich anderes vollzogen, als eine Verschiebung der Trägerschaft der Heilsgeschichte vom alten zum neuen Bundesvolk. Gott habe sein altes Bundesvolk (die Juden) als Träger der Verheißung verworfen und sich ein neues gewählt (die Christen). Gott habe seine erste Liebe verlassen und eine neue begonnen. Wer so denkt und glaubt, unterstellt Gott, dass er so handle wie wir Menschen, dass er teilhabe an unserer Sünde, der Untreue! Wer so urteilt, wirft Gott Treuebruch an seinem erwählten Volk und Verrat an seinen eigenen Zusagen vor!

Die Bibel zeigt uns im Gegensatz dazu, wie Gott von Anfang an seinen Weg geht und seine Verheißungen wahrmacht. Gott verheißt schon im AT, dass er einen „neuen Bund“ schließen will und fast immer haben sich die Christen allein als die Träger des neuen Bundes gesehen. Die Bibel spricht aber auch im Alten Testament davon, dass Gott mit dem Volk Israel einen neuen Bund schließen will. Jer. 31, 31-34: Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, da will ich mit dem Hause Israel und dem Hause Juda einen neuen Bund schließen, nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen, ein Bund, den sie nicht gehalten haben, obgleich ich ihr Herr war, spricht der Herr, sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein und ich will ihr Gott sein.

Wir sehen: Der Übergang vom Alten zum Neuen Bund wird nicht durch eine Verwerfung und Neuerwählung gebildet, sondern durch die Vergebung und die Neuhingabe Gottes an die Menschheit und besonders auch an Israel. Der Bund Gottes mit Israel wird nicht aufgekündigt, sondern erneuert und erweitert. Gott hat zur Zeit Jesu seine besondere Geschichte mit dem Volk Israel nicht abgebrochen. Die Geschichte des Neuen Testaments beschreibt kein völlig neues Handeln Gottes mit den Menschen, sondern die konsequente Erfüllung des Planes, den Gott von Anfang an hatte und in dem Israel seine besondere Verheißung und Berufung hatte und behält. Er hat seine ursprüngliche Absicht, durch sein Handeln am Volk Israel die ganze Menschheit zu segnen, nicht aufgegeben und seine Verheißungen nicht widerrufen. Die biblische Geschichte des Volkes Israel beschreibt auch einen Teil der Glaubensgeschichte des Christentums.

Stellen wir uns dieser Frage: Welche Hoffnung auf die trotz aller eigenen Schuld bleibende Treue Gottes könnte denn die Christenheit noch haben (angesichts ihrer eigenen zweitausendjährigen Geschichte und all dessen, was da an Schuldhaftem geschah), wenn sie davon ausgehen müsste, dass Gott Israel wegen seiner Schuld trotz aller Zusagen und Verheißungen verworfen hätte! Meinen wir wirklich, die Schuld Israels sei so viel größer, als die der christlichen Kirche? Wohl kaum. Das bedeutet: Wenn die Kirche sagt, „Gott hat Israel verworfen“, spricht sie ihr eigenes Todesurteil vor dem Richterstuhl Gottes!

Zwischen Juden und Christen gibt es eine lange Geschichte der Schuld, die anfangs gegenseitig war und die dann auf der Seite der Christen immer schwerer wog, je mächtiger sich das Christentum ausbreitete und je mehr es sich mit den Machtinstrumenten der Welt ausstattete. Es begann eine schier endlose Leidensfolge in der Geschichte des über die ganze Erde verstreuten Volkes der Juden, bei der Menschen, die sich Christen nannten, oft genug die Rolle der Unterdrücker, Verfolger und Mörder spielten.

Gleichzeitig begann aber auch die Zeit der christlichen Gemeinde und der Mission. Es ist die Zeit der Aussaat des Evangeliums in den harten, dornigen, felsigen und doch auch fruchtbaren Acker der Menschheit. Die Zeit der Aussaat dauert schon fast 2000 Jahre. Zwar gibt es immer noch Volksstämme auf der Erde, die von der Botschaft des Evangeliums kaum erreicht wurden, und die Mission unter den Völkern muss noch weitergehen, aber die Zeit der Zerstreuung neigt sich dem Ende zu.

Weitgehend unbeachtet von der Christenheit blieb dabei, dass noch ein zweiter Same ausgestreut wurde: Das Volk Israel. Gleichzeitig mit der beginnenden Weltmission zur Zeit der ersten Apostel begann auch die Zerstreuung des jüdischen Volkes über alle Länder der Erde. Und was uns noch viel weniger bewusst ist: Auch das war Aussaat Gottes. Die Verheißung Gottes an Abraham (...durch dich sollen gesegnet werden alle Völker auf Erden. 1. Mose 12,3) wurde nicht nur durch die christliche Mission verwirklicht, son­dern auch durch die Zerstreuung der Juden.

Überall, wo in den vergangenen zwei Jahrtausenden Juden hinkamen und lebten, wurden sie zum Segen für die Völker, die sie aufnahmen (und zum Fluch für diejenigen, die sie misshandelten und vertrieben). Wir können bei Weitem nicht ermessen, welche Ströme des Segens durch die Anwesenheit jüdischer Gemeinden in die sie umgebenden Völker geflossen sind, vor allem durch ihr unablässiges Gebet und ihre alle Anfechtungen überstehende Treue zum Gebot Gottes.

Während die Völker der Welt durch Israel gesegnet wurden (mit der Ausbreitung des biblischen Ein-Gott-Glaubens über die ganze Erde durch die christliche Mission und durch die Anwesenheit von Juden in allen Nationen), wurde gleichzeitig Israel durch die Völker der Welt verfolgt, verurteilt, verdammt, verbannt, vergast, verbrannt - Holocaust ohne Ende. Eine Überwindung der Trennung zwischen Juden und Christen ist nur möglich, wenn die Christen miteinander und in Einheit diese ihre Schuld bekennen und bereuen. Die gemeinsame Bitte um Vergebung, gerichtet an Gott und an das jüdische Volk, ist der vordringlichste Schritt christlicher Oekumene in unserer Zeit. Die Einheit unter den Christen wird nicht wirklich vorankommen, solange diese Einheit in der Buße nicht zu Stande kommt.

2 Einheit des Gottesvolkes durch die gemeinsame Messiaserwartung

(durch das gemeinsame Ziel)

Judentum und Christentum gehen glaubend dem gleichen Ziel entgegen. Sie warten auf die Erfüllung der Verheißungen Gottes im Friedensreich des Messias. Ihre gemeinsame Hoffnung und Sehnsucht gilt der Vollendung der ganzen Schöpfung in der Herrlichkeit der vollkommenen Königsherrschaft Gottes, die „wie im Himmel so auf Erden“ alles Böse besiegen und endgültig überwinden wird. Jes 2,2+4: Es wird in der letzten Zeit der Berg, da des Herrn Haus ist, fester stehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben, und alle Heiden werden herzulaufen. ... Und er wird richten unter den Heiden und zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.

Jes 11, 6-9: Da werden die Wölfe bei den Lämmern wohnen und die Panther bei den Böcken lagern. Ein kleiner Knabe wird Kälber und junge Löwen und Mastvieh miteinander treiben. Kühe und Bären werden zusammen weiden, dass ihre Jungen beieinander liegen, und Löwen werden Stroh fressen wie die Rinder. Und ein Säugling wird spielen am Loch der Otter, und ein entwöhntes Kind wird seine Hand stecken in die Höhle der Natter. Man wird nirgends Sünde tun noch freveln auf meinem ganzen heiligen Berge; denn das Land wird voll Erkenntnis des Herrn sein, wie Wasser das Meer bedeckt.

Off 21,1-5: Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen und das Meer ist nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein. Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß sprach: Siehe, ich mache alles neu.

Juden und Christen gehen dem gleichen Ziel entgegen. Sollten sie nicht endlich, nach so langer Trennung, diesen Weg gemeinsam gehen? Können sie denn als Fremde, ja als Feinde, die einander hassen und verachten vor dem Thron ihres einen und gemeinsamen Gottes erscheinen?

Die Verheißungen Gottes gelten seinem ganzen Volk alten und neuen Bundes, wenn auch jedem von beiden mit je besonderen Akzenten. In ihrem gemeinsamen Ziel ist die Ganzheit von ersterwähltem und hinzugerufenem Gottesvolk schon gegeben, schon fest und bleibend begründet; sie muss aber jetzt mit unseren Sinnen und Gedanken erkannt, in unseren Herzen angenommen und in unserem Leben verwirklicht werden. Jetzt ist die von Gott gesetzte Zeit dafür.

3 Einheit des Gottesvolkes durch Jesus (Jeschuah), den Messias

Gerade an dem, durch den Gott das Kommen seines Reiches verkünden ließ und durch den die Menschen aus allen Völkern unter seine Königsherrschaft gerufen werden sollten, zerbrach die Einheit des Gottesvolkes. An der Messias-Frage scheiden sich Juden und Christen. Wer war dieser Jesus (Jeschuah) aus der Stadt Nazareth, der vor fast 2000 Jahren als Jude unter Juden in Israel lebte, predigte, handelte, litt und starb?

3.1 Die Person Jesu

Liegt nicht in ihr, im Anspruch der Gottessohnschaft Jesu der Grund, ja vielleicht sogar die Notwendigkeit für eine scharfe Trennlinie zwischen jüdischer und christlicher Religion? Für die Christen war und ist er der von Gott gesandte Retter der Welt, der „eingeborene Sohn, unser Herr, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten“ (so das christliche – apostolische - Glaubensbekenntnis).

Für die Juden war er zunächst einer von ihnen, der in böser Zeit lebte, dessen Reden und Handeln Anstoß erregte bei den Machthabern, der von den Besatzungstruppen der Römer verhaftet, angeklagt und zum Tode verurteilt wurde, der in den späteren Auseinandersetzungen der entstehenden Kirche immer höher hinaufgehoben wurde, bis man ihn in maßloser Überhöhung Gott gleichstellte, dem Gott, der von sich sagt: "Höre Israel, der Herr ist Gott, der Herr allein!" (5.Mose 6,4) Und: Jesus ist für viele Juden vor allem der, in dessen Namen den jüdischen Menschen jahrhundertelang Demütigung, Verfolgung, Vertreibung und Tod entgegenkamen.

Wer war dieser Jesus? Es macht in der gegenwärtigen Situation wenig Sinn, wenn Christen gegenüber Juden mit Aussagen des Neuen Testamentes argumentieren. So überzeugend und bindend sie für die Christen sind, so wenig können sie Juden überzeugen und binden, da ja für sie (oder doch die meisten von ihnen) das Neue Testament jetzt nicht als Teil des überlieferten Wortes Gottes gilt.

Allein weiterhelfen kann uns hier, dass wir wahrnehmen und anerkennen, was Gott selbst getan hat: Gott selbst hat den Gang der Geschichte (der weltlichen Geschichte und der Heilsgeschichte, die zwar nicht identisch sind, aber doch viel miteinander zu tun haben, siehe den Themenbeitrag „Welt- und Heilsgeschichte“) so geordnet und geführt, dass der zweite Teil der Abrahamsverheißung (in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden) vor allem durch einen Nachkommen Abrahams und dessen Jünger und Nachfolger erfüllt wurde. Nicht durch Mose oder Elia, nicht durch David oder Salomo, nicht durch Judas Makkabäus oder Bar Kochba, nicht durch Sabbatai Zewi oder Jakob Frank, nicht durch Theodor Herzl oder David Ben Gurion, sondern durch jenen Rabbi Jesus (Jeschuah), der in Bethlehem geboren wurde, der am See Genezareth lebte und lehrte und in Jerusalem am Römerkreuz starb. Dies ist keine christliche Erfindung, sondern Gott selbst hat dies im Laufe von zwei Jahrtausenden so werden lassen: Durch die Ausbreitung des Christentums ist der biblische Glaube an den einen Gott über die ganze Erde ausgebreitet worden. Durch das Christentum bekamen „alle Geschlechter auf Erden” Anteil an dem Segen, den Gott zuerst Israel zuteilwerden ließ. Wer hätte das für möglich gehalten, als zwölf unbekannte und unbedeutende Menschen in Jerusalem anfingen eine "Frohe Botschaft" zu verkündigen?

Der verheißene Gottesknecht, den Jesaja in seinen "Gottesknechtliedern" beschreibt, sollte einen doppelten Auftrag haben: Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, die Stämme Jakobs aufzurichten und die Zerstreuten Israels wiederzubringen, sondern ich habe dich auch zum Licht der Heiden gemacht, dass du seist mein Heil bis an die Enden der Erde (Jes 49,6).

Durch den, der wie der Gottesknecht in Jesaja 53 stellvertretend litt und starb, durch Jesus von Nazareth, ist tatsächlich das Licht der biblischen Offenbarung zu den Heiden gekommen. Dieser Teil der Verheißung ist durch diesen Gottesknecht erfüllt worden. Sollte Gott nicht auch den anderen Teil der Verheißung durch den gleichen Knecht erfüllen? Ja, durch diesen Gottesknecht wird Gott auch die Stämme Jakobs aufrichten und die Zerstreuten Israels sammeln. Im Neuen Testament wird schon in den ersten Lebenstagen Jesu diese Verheißung wieder aufgenommen. Als er im Tempel dargestellt werden soll, empfängt ihn der greise Simeon mit den Worten: Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hat; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, welchen du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht zu erleuchten die Heiden, und zum Preise deines Volkes Israel (Luk 2, 29-32).

Als Jesus auf Befehl des Repräsentanten (Pilatus) der damals größten Weltmacht (Rom) hingerichtet wurde, lautete die Urteilsbegründung: "INRI" Jesus von Nazareth - König der Juden. Jesus wurde wegen seines Königtums über Israel angeklagt und verurteilt.

Israel erwartete voller Sehnsucht den König, der das Land und das Volk von der Unterdrückung befreien und die Römer besiegen würde. 300 Jahre später hatte dieser König das Weltreich Rom besiegt und eingenommen. (Unter Konstantin und seinen Nachfolgern, als das Christentum Staatsreligion im römisch-byzantinischen Weltreich wurde.) Nur kam nun dieser Sieg den Juden, die Jesus in ihrer Mehrheit nicht angenommen hatten, nicht mehr zugute. Das war aber nicht nur für die Juden, sondern auch für die Christen ein tragischer Verlust. Die jüdische Gelehrsamkeit und Schriftkenntnis, das Wissen um die Lebensumstände und die geistige Situation in Israel zur Zeit Jesu und das Wissen um die Bedeutung vieler Bilder und Begriffe, die Jesus gebrauchte, hätte die frühe Christenheit vor vielen Verirrungen, Streitigkeiten und Spaltungen bewahren können. Eine bewusste Rückbindung an die Gotteserfahrung Israels in dessen jahrtausendealter Geschichte (die im Reden und Handeln Jesu immer wieder erkennbar wird) hätte vielleicht auch eine allzu enge Bindung der Kirche an staatliche Mächte verhindern können. Dieser Jesus, an dem sich zwei Jahrtausende lang der Streit zwischen Juden und Christen entzündet hat, könnte heute zum Bindeglied werden zwischen dem ersterwählten und dem hinzuberufenen Bundesvolk Gottes.

3.2 Die Botschaft Jesu

In der Mitte der Predigt Jesu steht die Botschaft vom „Reich“, von der Königsherrschaft Gottes. Damit trifft Jesu Verkündigung das Zentrum des jüdischen Glaubens, der das Bekenntnis zu dem Gott, der allein Herr und König ist, ganz in den Mittelpunkt stellt. Der Herr (JaHWeH) ist König (Psalm 97,1) oder 5. Mose 6,4: Höre, Israel, der Herr (JaHWeH) ist Gott, der Herr allein. Ebenso trifft die zentrale Verheißung Jesu, nämlich die Aussage, dass das Reich Gottes „nahe herbeigekommen ist”, genau das Innerste der Sehnsucht und Hoffnung des jüdischen Glaubens, der das Eingreifen Gottes in unser irdischen Leben und Leiden erwartet und erfleht. Ach, dass du den Himmel zerrissest und führest herab (Jes 63,19).

Weder die Botschaft noch die Person Jesu machen eine Trennung zwischen Judentum und Christenheit zwingend notwendig. Im Gegenteil: Wenn Juden durchdringen zum Urgrund ihres Jude-Seins im Bekenntnis zu dem einen Gott, der Herr ist und regiert, der in ihrer Geschichte am Werk war und sie bis heute bestimmt, der ihr Sehnen kennt und ihr Bitten hört und der für sie im Friedensreich des Messias eine Zukunft bereithält, in der ihre leidgeprüfte Erwählung zur frohen Erfüllung kommt ... dann sind sie im Innersten eins mit dem Juden Jeschuah aus Nazareth, der ihnen verkündet, dass das Reich Gottes nahe herbeigekommen ist und dass Gott alles bereitet hat, um seine Königsherrschaft aufzurichten und ihre uralte Sehnsucht zu erfüllen. Die Bitten Jesu im Vater-Unser „... dein Name werde geheiligt, dein Reich komme, dein Wille geschehe ...“ stammen zugleich aus der Mitte seiner messianischen Sendung und aus der Mitte seines irdischen Jude-Seins. (Siehe das Thema „Dein Reich komme”).

Wenn andererseits Christen aus den Völkern der Welt Jesus, den Juden, als den Heiland der Völker annehmen, der nirgendwo anders als im Volk Israel menschliche Gestalt annehmen konnte, dann können sie im Innersten eins sein mit Jesu jüdischen Brüdern und Schwestern und es begegnen ihnen im Reden und Handeln Jesu in allen Situationen und Szenen, in allen Worten und Redewendungen, in allen Gleichnissen und Bildern mit Jesus zusammen auch das ganze jüdische Volk, jüdisches Leben und Handeln, jüdisches Denken und Glauben, jüdische Geschichte und Gotteserfahrung. Das neue Testament ist in allen seinen Teilen ein jüdisches Buch.

In der Botschaft Jesu vom Reich, von der Königsherrschaft Gottes auf Erden, begegnen und finden sich Judentum und Christentum in der tiefsten Begründung ihres Glaubens und Lebens. Wenn es um die Anerkennung Gottes als König und Herrn geht, gibt es zwischen Juden und Christen keinen entscheidenden Widerspruch. Das Grundgesetz des Gottesreiches "Du sollst den Herrn, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit aller deiner Kraft und du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst", das Jesus aus dem Alten Testament aufgreift und neu betont, ist für Juden und Christen gleichermaßen verbindliche Grundlage ihres Lebens und Glaubens.

Dieser Jesus, den die Christen als ihren Heiland bekennen, ist eben nicht nur gesandt, „das Licht der Heiden“ zu sein, sondern auch „die Stämme Jakobs aufzurichten“ (siehe Abschnitt 3.1 „Die Person Jesu“). Es hieße diesen Jesus zu halbieren, wollte man ihm seine Berufung gegenüber dem Volk Israel abschneiden. Die Aufschrift "INRI" (Jesus von Nazareth, König der Juden) am Kreuz war vielleicht als Spott gedacht, aber sie enthielt, ohne dass die Verfasser das ahnten, die gültige Proklamation des Messias in seine von Gott gewollte Königswürde in Israel durch die damals herrschende Weltmacht. Wer Jesus-Nachfolger sein will, muss erkennen, dass dies nicht anders geht, als dass er dem Juden Jesus nachfolgt und er muss anerkennen, dass er Jesus nicht Herr und Bruder nennen kann, ohne alle Juden als Brüder und Schwestern anzunehmen.

Wenn trotzdem so viele Juden Jesus nicht als den schon in der Gestalt des leidenden Gottesknechtes (Jes 53) gekommenen Messias erkennen und annehmen können, weil sein Antlitz durch das Reden und Handeln von „Christen“ oft bis zur Unkenntlichkeit entstellt wurde, so können sie ihn anhand seiner eigenen Worte und Taten vielleicht doch erkennen als einen, der wie kaum eine anderer auf die Mitte ihres eigenen Glaubens und Hoffens weist.

In der Botschaft Jesu ist also ganz gewiss nichts Trennendes zwischen Juden und Christen begründet, auch wenn Jesus zeitweise harte Auseinandersetzungen mit bestimmten Strömungen im Judentum seiner Zeit geführt hat. Das Zentrum jüdischen Glaubens war davon niemals berührt.

4 Einheit des Gottesvolkes durch den gemeinsamen Auftrag

Das ersterwählte Bundesvolk Israel und das hinzuberufene Bundesvolk der Gläubigen aus den Völkern der Welt haben einen gemeinsamen Auftrag: Ihr (angeredet ist das Volk Israel) seid meine Zeugen, spricht der Herr... (Jes 43,10). Ihr (angeredet sind die Jünger Jesu)werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde (Apg 1,8). Die gemeinsame Aufgabe von Juden und Christen ist die gemeinsame Zeugenschaft für Gott als dem Schöpfer der Welt und dem Lenker der Geschichte und von seinem Messias als dem Friedefürsten des kommenden Gottesreiches und vom Geist Gottes, der in jedem tätigen Vollzug der Liebe unter den Menschen wirksam ist. Zwei Zeugen sind aber auch mindestens nötig, um nach den Aussagen der Bibel einen Tatbestand gültig zu bezeugen: Es soll kein einzelner Zeuge gegen jemanden auftreten (…), sondern durch zweier oder dreier Zeugen Mund soll eine Sache gültig sein (5.Mose 19,15). Wir müssen uns das ganz deutlich vor Augen führen: Wenn es gelänge, alle Juden so „missionieren“ und zu „bekehren“, dass sie ihres Jude-Seins entfremdet und der christlichen Kirche einverleibt würden, dann wäre einer der beiden Zeugen für die Macht und die Liebe Gottes ausgelöscht und das Zeugnis von der Königsherrschaft Gottes und seines Messias in dieser Weltzeit nie mehr vollgültig zu geben (vgl. den Beitrag „Gegenwärtige Spannungsfelder“, Abschnitt 2 „Judenmission?”).

Nur das gemeinsame, übereinstimmende, sich gegenseitig bestätigende und bestärkende Zeugnis beider Teile des Gottesvolkes - der Juden und der Christen - kann die Welt noch von der Wahrheit und der Gültigkeit der biblischen Botschaft überzeugen (und dieses Zeugnis ist nur möglich als Liebesgemeinschaft beider Teile, die bei bleibender äußerer Verschiedenheit doch im Innersten eins sind). Die Versöhnung derer, die aneinander so lange Zeit so viel Unrecht und Gewalt getan und erlitten haben, soll das Zeichen sein, an dem die Welt sehen kann: Ja, die Versöhnung, die aus der Liebe Gottes kommt, kann jedes Unrecht überwinden und jede Schuld abtragen. Diese Versöhnung soll das alles überstrahlende Hoffnungszeichen sein in einer von Unrecht und Schuld verfinsterten Welt und der Anfang des Gottesfriedens auf dieser Erde. Freilich muss dabei auch gesagt werden, dass bei dieser Versöhnung die Juden den ungleich schwereren Part haben, denn sie waren über Jahrhunderte hinweg die Opfer von Unrecht, Verfolgung, Gewalt und Mord, bei denen oft Menschen, die sich Christen nannten, die Täter waren.

Israel konnte und kann in Jesus von Nazareth seinen Messias nicht erkennen, weil dessen Bild in der Geschichte der Christenheit bis zur Unkenntlichkeit entstellt, verdunkelt und zerrissen ist. Die Christenheit muss, damit das Judentum in Jesus seinen Messias erkennen kann und die ungläubige Welt ihren Erlöser, so „Leib Christi” werden, dass sich in ihr, ihrem Leben in Gemeinschaft, Einheit und Liebe, wahrhaftig das Antlitz Jesu widerspiegelt. Erst dann, wenn sich die Christenheit wahrhaftig als Volk Gottes erweist, indem sie Seinen Namen heiligt und Seinen Willen tut (so bitten wir es im Vaterunser) und damit die Botschaft Jesu vom nahegekommenen Gottesreich annimmt und ernst nimmt, kann auch Israel annehmen und glauben, dass in Jesus wirklich das verheißene Gottesreich nahe herbeigekommen ist. Dieses Evangelium der Tat und des Lebens ist von allen Christen in allen Völkern gefordert.

Die Schoah (der Holocaust) muss Bußruf für alle Christen und christlichen Gemeinschaften sein, besonders in Deutschland. Sie fordert uns auf, in großer Demut und Bescheidenheit, in echter Scham und Reue (gegenüber Gott und gegenüber den jüdischen Menschen) unser Leben und unsere Lehre als Christen, soweit sie das Verhältnis zum Judentum betreffen, neu zu bedenken und von falschen Wegen umzukehren. Gemeint ist eine faktische und praktische Umkehr und nicht nur ritualisierte Bußbekenntnisse voll „tiefer Betroffenheit“. Der vordringlichste Schritt christlicher Oekumene in unserer Zeit ist die gemeinsame Bitte um Vergebung im Angesicht Gottes, aber gerichtet an das Judentum aller Länder. Solange diese oekumenische Buße gegenüber dem Judentum nicht vollzogen ist, werden alle anderen oekumenischen Bemühungen der Christenheit nicht zum Ziel kommen.

Erinnerung und Umkehr sind unbedingt notwendige Voraussetzungen, ohne die eine Annäherung zwischen Juden und Christen nicht gelingen kann. Darf es aber wirklich sein, dass man dem furchtbarsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte gestattet, heute noch das Verhältnis zwischen Christen und Juden zu bestimmen? Darf man als Christ oder als Jude diesen späten Triumph den Schergen Hitlers nachträglich in die Hände spielen? Ich meine: nein, und das hat wahrlich nichts zu tun mit der oft gehörten Forderung, „doch diese alten Geschichten endlich ruhen zu lassen“. Das Verhältnis von Juden und Christen soll vielmehr bestimmt sein von ihrer gemeinsamen Hoffnung, dass der Gott der Bibel Alten und Neuen Testaments durch seinen Messias die ganze Erde und alles Menschsein verändern, erneuern und erlösen wird. Wie das konkret aussehen kann, das soll hier in einem Gleichnis verdeutlicht werden:

Wenn man ein sehr großes und sehr schönes Haus bauen will und viele einladen will, daran mitzubauen, dann ist es gut, wenn man von diesem Haus ein Modell anfertigt. Viele Menschen können sich von einer bloßen Beschreibung keine rechte Vorstellung machen, wie das Haus wirklich aussehen soll. Sie brauchen ein Modell, damit sie es anschauen und „begreifen“ können. So macht es Gott. Er will auf der Erde ein Haus bauen, das größer und schöner sein wird als alles, was Menschen je geplant haben. Es ist das Haus der Liebe, in dem die ganze Menschheit wohnen soll. Und weil dieses Haus so unvorstellbar groß und vielgestaltig und schön werden soll, deshalb will Gott ein Modell davon machen, damit die Menschen es sehen und „begreifen” können und Lust bekommen, auch selbst daran mitzubauen und dann darin zu wohnen. Das „Haus“, das Gott bauen will, ist das „Reich Gottes“, ist die erneuerte und vollendete Schöpfung. Das „Modell“, das dafür hier und jetzt entstehen soll, ist die versöhnte Gemeinschaft des Volkes Gottes Alten und Neuen Testaments, die in ihrem Miteinander schon jetzt etwas von dieser Erneuerung und Vollendung verwirklicht.

Es genügt nicht, wenn die Botschaft von der Liebe Gottes nur gesagt und gehört wird. Sie muss auch sichtbar und handgreiflich erfahrbar werden. Die Berufung des Menschen, Ebenbild Gottes, d. h. durch die tätige Liebe Abbild seines Wesens zu sein (siehe das Thema „sein und sollen“), muss jederzeit und auch heute dargestellt und vorgelebt werden, sonst fehlt der Menschheit das Vorbild des göttlichen Wesens für das rechte Menschsein. Es geht nicht ohne das Abbild der Liebe Gottes unter den Menschen. Wenn in dieser armen, leiderfüllten und doch so wunderschönen Schöpfung die Liebe als Lebenselement des Menschseins und Darstellung des Göttlichen in der geschaffenen Welt nicht mehr gegenwärtig und erfahrbar wäre, dann hätte die Menschheit ihren Auftrag und die Schöpfung ihre Lebenskraft verloren.

Das Volk Gottes Alten und Neuen Testaments hat gemeinsam in dieser Welt und Zeit eine Aufgabe. Es soll und kann nicht das endzeitlich vollkommene, umfassende Heil herbeiführen, vorwegnehmen, erzwingen, berechnen, es kann und soll auch nicht so tun, als ob es schon da wäre und dabei die Augen vor den Realitäten dieser Welt verschließen. Das alles kann und soll das Volk Gottes nicht.

Aber es kann und soll, zeichenhaft und vor-abbildend, die Grundzüge des Heils in aller Unvollkommenheit und Bruchstückhaftigkeit doch schon jetzt und hier sichtbar, erkennbar und nachvollziehbar machen. Es kann und soll den Glanz der himmlischen Herrlichkeit schon in dieser Welt und Zeit ein wenig zum Leuchten bringen. Es kann und soll den Geschmack des himmlischen Friedens schon auf dieser Erde im Miteinander von Menschen ein wenig schmecken lassen. Es kann und soll die Barmherzigkeit und Liebe Gottes schon jetzt und hier wie eine zarte Berührung spüren lassen. Es kann und soll wenigstens ein paar Grundtöne des himmlischen Lobgesangs schon hier auf der Erde zum Klingen bringen: Ehre sei Gott in der Höhe durch die Verwirklichung des Friedens unter den Menschen hier unten auf dieser Erde.

Das Volk Gottes hat hier und heute die Aufgabe einer doppelten Vergegenwärtigung: Erstens die Vergegenwärtigung des „Jenseitigen im Diesseits“, d. h. der Liebe Gottes in der geschaffenen Welt. Zweitens die Vergegenwärtigung des „Zukünftigen im Heute“ d. h. des Menschseins der erneuerten und vollendeten Schöpfung in der Vorläufigkeit und Gebrochenheit unserer Zeit. Das Modell der vollendeten Schöpfung, wo es einmal kein Leid und kein Geschrei, keinen Schmerz und keinen Tod, keine Gewalt und keine Ungerechtigkeit, keinen Hunger und keine Armut, keine Angst und keine Verzweiflung mehr geben wird, das Modell dafür, das schon hier und heute entstehen soll (und kann!), ist nach dem Willen Gottes sein auserwähltes Volk. Oder genauer: das gemeinsame Leben in Einheit und Gerechtigkeit und Frieden (d. h. in der Liebe) in diesem Volk. Gemeint ist damit sein ersterwähltes Volk Israel und dann hinzukommend, – ergänzend und nicht ersetzend – die Jesusjüngerschaft aus den Völkern, also die Kirche.

Am deutlichsten aber wird das verheißene Heil dort vorabgebildet, wo beide Teile des Gottesvolkes, Juden und Christen, Israel und die Kirche, in der Einheit und Liebe der Verschiedenen und doch Zusammengehörigen miteinander leben. Und die Tatsache, dass dies über so viele Jahrhunderte hinweg nicht geschehen ist, sondern das Verhältnis von Juden und Christen durch Ablehnung und Hass, Verfolgung und Mord gekennzeichnet war, (wobei häufig die Täter Christen und fast immer die Opfer Juden waren) ist einer der Gründe, warum die „Zwischen­zeit“ zwischen der Entstehung der Jesusjüngerschaft und der Vollendung im Reich Gottes nun schon so lange dauert: Gott konnte das Modell für sein Heil im Friedensreich seines Messias nicht errichten, weil die, die dieses Modell darstellen sollten, nicht in Frieden miteinander leben konnten und wollten.

Eine neue Thora gebe ich euch, sagt Jesus zu seinen Jüngern (Jo 13, 34), und jeder Jude kann sehen, dass es die eine und alte Thora ist, auf ihr zentrales Anliegen und alles tragendes Fundament zurückgeführt: ... dass ihr euch untereinander liebhabt. Das gilt allen Menschen zu allen Zeiten, jetzt aber besonders dem ersterwählten und dem hinzuberufenen Bundesvolk Gottes, Juden und Christen.

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Bodo Fiebig „Einheit des Gottesvolkes Alten und Neuen Testaments“ , Version 2018-2

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